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Auf Tuchfühlung mit dem Bürgermeisterkandidaten

Jan Eckhoff stellt sich Diskussionsrunde auf dem Hof der LINKEN.

Jan Eckhoff mit Dr. Kroll, Frau Schwill und Dr. Kirchner (v.l.n.r.)

Zum Abschluss des traditionellen politischen Frühshoppens, welches jedes Jahr zum Ende des Höfefests von den LINKEN. organisiert wird, lud Jan Eckhoff, der Bürgermeisterkandidat der LINKEN., zu einer Diskussionsrunde über aktuelle Themen in und um Bad Belzig ein. Podiumsgäste waren Dr. Burkhardt Kroll, Ursula Schwill und Dr. Kirchner.

Eines der anfänglichen Schwerpunktthemen war die Gesundheitsversorgung vor Ort. Dr. Kroll verneinte zwar einen akuten Ärztenotstand, bemängelte aber gleichzeitig die unzureichende Dichte an Geburtsstationen in der Umgebung Bad Belzigs. In diesem Zusammenhang wurde auch der Umbau des Kreiskrankenhauses zum Geriatriestandort kritisiert. Zwar werde der demographische Wandel zukünftig definitiv eine Rolle spielen, die Schließung von Zuschussstationen wie der Geburtsstation oder der Chirurgie seinen jedoch ausschließlich wirtschaftlich motiviert. Dabei erhalte sich Bad Belzig gerade durch seinen Ruf als Heil- und Kurstadt, was nicht zuletzt an der Steintherme liege, seinen überregionalen Bekanntheitsgrad, so Dr. Kirchner.

Zusammen mit der Landschaft besitze die Stadt eine hohe touristische Attraktivität, was sich bei entsprechender Förderung positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken könne. Auch Außengastronomie wie ein Café am Marktplatz könne die Lebensqualität der Stadt weiter erhöhen. Laut Dr. Kroll fehle aber eine gestaltende Kraft in Bad Belzig, welche die entsprechenden Rahmenbedingungen setze. Bürgermeisterkandidat Eckhoff präsentierte daraufhin seine Idee der temporären Sperrung des Marktplatzes und der Straße der Einheit zur Verwirklichung solcher Pläne.

Des weiteren wurde das Thema Bildung angesprochen. Neben der Notwendigkeit für Unternehmen, regional und selbstständig ausbilden, betonte Schwill besonders die Dringlichkeit von Fort- und Weiterbildungen im Betreuungsbereich. Eckhoff erinnerte an die Zuständikeit der Stadt im KITA-Bereich und mahnte zur Ausnutzung der Möglichkeiten durch diese. Besonders der Krippenbereich der Kindestagesstätte “Tausendfüßler“ sein viel zu klein dimensioniert und die benötigten Weiterbildung der Mitarbeiter, vor allem für eine Inklusionskita, laufe nur schleppend voran. Hier müsse die Stadt zukünftig mehr Kompetenzen entwickeln und stärker Einfluss nehmen. Außerdem wurde erneut Kritik am Pogo laut und die Redner waren sich einig, dass dem Konzept der aufsuchenden Jugendarbeit eine höhere Priorität gegeben müsse.

Bei der abschließenden Fragemöglichkeit für das Publikums kam man auf die abgeschlossene Umgestaltung der Puschkinhalle zu sprechen, in welcher, aufgrund von Gerätemangel, kein lehrplangerechter Sportunterricht mehr möglich wäre. Dies wäre ihm nicht bekannt gewesen, so Eckhoff, er werde sich jedoch umgehend mit der Problematik auseinandersetzen.


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