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Olaf Präger

Urgroßmutter mit Power für Links - jetzt folgt ihr zweiter Unruhestand

Gisela Nagel vor der Kreisgeschäftstelle am Bad Belziger Busbahnhof. / LINKE Bad Belzig
Gisela Nagel

Man sieht der Gisela Nagel manches nicht an. Zum Beispiel, wieviel Energie in dieser doch eher zierlichen Frau steckt. Oder ihr Geburtsjahr 1941. Ihre Organisiertheit, die es ihr ermöglicht, auch als Endsiebzigerin noch kampagnenfähig zu agieren, Versammlungen und Gedenkveranstaltungen vorzubereiten und zu bestreiten, "Weihnachten für alle" bzw. den LINKE-Hof während es  Altstadtsommers zu stemmen. Aber auch die sogenannten "Mühen der Ebene" können schlauchen.

Seit den frühen 2000er Jahren, da war Gisela bereits über 60 und Rentnerin, wurde sie politisch in PDS und LINKE wirksam tätig. Zuerst Kassenführung im Gebietsvorstand Belzig, folgte ihre Zeit als Kreisschatzmeisterin, die bis jetzt anhält. 2009 übernahm sie parallel den Vorsitz der Bad Belziger Basis.

Gisela war ein Kriegskind. Geboren in der damaligen Reichshauptstadt, verlor sie 12 Tage vor ihrer Geburt bereits ihren Vater. Als sie sieben Jahre als war, wurden die Jungen Pioniere in der sowjetischen Besatzungszone gegründet. Da wurde sie Mitglied, aber das durfte zu Hause niemand wissen. Außer der Opa, der alter Sozialdemokrat war und weltanschaulich wohl auf seine Enkelin abfärbte.

Ins Berufsleben stieg sie mit der Lehre zur Gärtnerin ein, aber wenige Jahre später führte ihr Weg über die Arbeiter- und Bauern-Fakultät (ABF) zur Pädagogischen Hochschule in Potsdam. Nicht lange nach dem Studium landete Gisela als Chemie- und Biologielehrerin in Niemegk, danach in Wiesenburg. Noch heute gibt es Situationen, da merkt man ihr den Lehrer an. Ab 1983 wechselte sie zum Rat des Kreises und wurde stellvertretende Kreisschulrätin für Planung, Haushalt und Schulorganisation. Nach der Wende nutzte sie die Chance, noch einmal in den Schuldienst zu wechseln und lehrte nacheinander an zwei Schulen in Belzig. An einer der Schulen war sie selbst in den 80er Jahren am Aufbau beteiligt.

Im nächsten Jahr vollendet Gisela Nagel ihr 80. Lebensjahr. Wer kann es ihr verdenken, dass sie nun ihre Funktionen abgeben will. Sie wird sicher vermisst im Kreisvorstand, richtig fehlen wird sie aber in der Bad Belziger Ortsorganisation.
Warum aber steht "Urgroßmutter" in der Überschrift? Um das aufzulösen: Als ich in der Geschäftsstelle erschien, um mit ihr für diesen Artikel zu sprechen, leuchteten ihre Augen wie selten. Sie hatte gerade erfahren, dass sie Uroma geworden ist. Gratuliere Gisela, alles Gute für das Baby. Dir wünschen wir einen guten Übergang in deinen zweiten "Unruhestand", Gesundheit und Glück im persönlichen Leben.

Der Artikel ist Bestandteil der "Mittelmark links" 1/2021


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