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Über die Entbindungsstation entscheiden die Herren Jakobs und Blasig

Von beiden sind keine Aktivitäten zur Umsetzung der Beschlüsse des Kreistages bzw. der SVV erkennbar

Thomas Singer / Foto: privat

„Die Beschlüsse des Kreistages Potsdam-Mittelmark und der Stadtverordnetenversammlung Potsdam zum Erhalt der Entbindungsstation in Bad Belzig sind immer noch nicht umgesetzt“ moniert der Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion DIE LINKE, Thomas Singer. „Aber die Schließung der Entbindungsstation wurde nun auch per Farbanzeige in der Zeitung verkündet.“ Die Entscheidung ist keine wirtschaftliche, sondern eine politische.

Die Entscheidungsbefugnisse liegen allein bei den Gesellschaftern und den politisch Verantwortlichen für die Region. Also beim Landrat Wolfgang Blasig und dem Potsdamer Oberbürgermeister, Jan Jakobs. Beide können sich seit über vier Wochen auf Beschlüsse des Kreistages (26.2.) oder der Stadtverordnetenversammlung für den Erhalt der Entbindungsstation (4.3.) berufen. Per heute liegen den Abgeordneten keine Auskünfte des Landrates über seine Schritte zur Umsetzung des „grundsätzlichen Willen(s) zum Erhalt der Geburtsstation .. am Standort Bad Belzig“ vor. Auch vom Oberbürgermeister, ist das  „nachhaltige(s) Konzept zur dauerhaften Sicherung der Geburtsstation und zu bedarfsgerechten Bereitschaftsdiensten von Kinderärzten“ den Stadtverordneten in Potsdam nicht vorgelegt worden.

Somit gibt es nichts öffentlich Fassbares zur Verwirklichung des „grundsätzlichen Willen(s) zum Erhalt der Geburtsstation … am Standort Bad Belzig“ - so steht es im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung Potsdam vom 4.März.

Jeder der beiden Entscheider hat seine Gebietsverantwortung. Wenn sich nun abzeichnet, dass die sichere Versorgung der werdenden Mütter in der Flämingregion in den vorhandenen Strukturen nicht realisieren lässt, müssen Strukturen verändert werden. Die Schlüsselfrage für die Fortführung der Entbindungsstation war die durchgehende, fachärztlichen Betreuung. Da die durch das Klinikum „Ernst von Bergmann“ nicht mehr gesichert werden konnte und bis heute nicht gesichert werden kann, mussten auch die Hebammen aufgeben.

Es gibt seit über 14 Tagen das Angebot, mit Ärzten des Brandenburger Klinikums die fachärztliche Betreuung wieder abzusichern. Wenn die Kernfrage so gelöst werden kann, dann müssen die anderen Bedingungen sich danach richten. Dann müssen auch Strukturen angepasst werden. Heutige Verantwortungsgrenzen und Eigentumsverhältnisse sind nicht gottgegeben und alle vier Beteiligten – die beiden Gesellschafter und die beiden Kliniken sind in kommunalem Eigentum und in kommunaler Verantwortung. Die Befugnis für die notwendigen Entscheidungen haben die beiden Herren kraft ihres Amtes. Sie stehen in dieser Frage zuerst und konkret in der Verantwortung der Mütter.

Thomas Singer
Sprecher der KT-Fraktion
DIE LINKE im Kreistag Potsdam-Mittelmark

 

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4. Protestdemo für den Erhalt der Geburtenstation in Bad Belzig

 

Postkarten zum Herunterladen und Ausdrucken:

Postkarte vorn
Postkarte Rückseite an W. Blasig
Postkarte Rückseite an J. Jakobs


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