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Potsdam will nicht mehr

Der Hauptausschuss der Landeshauptstadt votierte am Mittwoch Abend gegen den Fortbestand der Geburtsstation in Bad Belzig / Von Olaf Präger

Interessant in diesem Zusamenhang: Landrat Wolfgang Blasig (Gesicht l. auf dem Foto) nutzte laut Krämer die Hauptausschusssitzung in Potsdam, um dem 2. Runden Tisch in Bad Belzig fern bleiben zu können. In Postdam war er aber auch nicht. Wie er wurde auch Herr Grebner (m.) vermisst. / Foto: Präger
Meinungsstark auf der Kundgebung vor dem Rathaus. / Foto: Uta Hohlfeld

Der Hauptausschuss der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung hat sich in einer Abstimmung mit zwölf Stimmen mehrheitlich gegen den Fortbestand der Geburtsstation im "Ernst von Bergmann"-Krankenhaus in Bad Belzig ausgesprochen. Wie bereits im März hat die Fraktion "Die Anderen" einen Antrag zum Fortbestand der Einrichtung zur Abstimmung gestellt, ist diesmal aber gescheitert. Das hat die Märkische Allgemeine Zeitung in Ihrer Ausgabe am 11. Juni vermeldet.

Laut Geschäftsführer des Potsdamer Klinikums "Ernst von Bergmann", Hubertus Wenisch, gebe keine Alternative zu einer Schließung. Das Potsdamer Klinikum ist Mehrheitsgesellschafterin des Belziger Krankenhauses und somit auch für die Geburtsstatiion in Bad Belzig zuständig. Das vom Brandenburger Klinikum vorgelegte Konzept zur Übernahme der Station zusammen mit der Gynäkologie sei "lückenhaft", behauptete Wenisch laut MAZ.

Für den Antrag der Fraktion "Die Andere" sprachen sich sonst nur noch die vier Mitglieder der Linksfraktion im Potsdamer Hauptausschuss aus. Und argumentierten entsprechend. Ihnen gehe es bei ihrer Entscheidung vor allem um die Sicherheit von Muter und Kind, versicherte die Sascha Krämer, eines der Mitglieder der Linksfraktion und Stadtvorsitzender der Potsdamer LINKE, gegenüber dielinke-belzig.de.

Das Thema wurde von der Stadtverordnetenversammlung dem Hauptausschuss zur Entscheidung überwiesen. Das bedeute, so Krämer, dass der Beschluss endgültig sei. In der Stadtverordnetenversammlung werde über den Antrag nicht mehr abgestimmt.

Am späten Mittwoch Nachmittag hat in Bad Belzig eine Kundgebung zum Erhalt der Station stattgefunden. Danach lud die Bürgermeisterin und die Bürgerinitiative zum 2. Runden Tisch, der Kreis- und Stadtpolitiker aus SPD, LINKE, Grüne, FDP, Die PARTEI, Die Piraten sowie Bürgerinnen und Bürger an einem Tisch einte. Darüber später an dieser Stelle weitere Informationen.

 

Auf MAZ-online veröffentlicht:
Stimmungsumschwung bei der Potsdamer Stadtpolitik
Klares Votum gegen Belziger Geburtshilfe

Weiter Zittern um Geburtshilfe Belzig
Die Zukunft der Entbindungsstation in Bad Belzig wird wohl erst nach dem 17. Juni geklärt

 


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