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Natur- und Lebensraum für gut 2000 Menschen schützen

Förderung der Kohle in der Lausitz sehr umweltbelastend

Der Ortsvorstand der LINKE Belzig hat in seiner ersten Sitzung nach den Kommunalwahlen beschlossen, das Anliegen und die Inhalte des zur Zeit laufenden Volksbegehrens im Land "Keine neuen Tagebaue" bekannt zu machen und zu unterstützen.

Konkret geht es dabei um den Natur - und Lebensraum für gut 2000 Menschen einer Region der Niederlausitz, denen die Heimatdörfer abgebaggert werden sollen. Das will das Volksbegehren stoppen! Der Energiekonzern Vattenfall beantragte Abbaugenehmigungen für die Erweiterung des Tagebaus Welzow-Süd (Teilfeld II). Zudem will der Konzern die drei neuen Tagebaue Jänschwalde-Nord, Spremberg-Ost und Bagenz-Ost aufschließen. Geben die Landesbehörden grünes Licht, würden die vier Lausitzer Orte Proschim, Atterwasch, Kerkwitz, Grabko und Teile von Welzow verschwinden.
Dabei stehen dem Energieriesen in der Lausitz in bereits genehmigten Tagebauen noch rund 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle zur Verfügung. Dies reicht laut den Initiatoren des Volksbegehrens in jedem Fall, um die Kraftwerke dort noch bis in die 30er Jahre mit Brennstoff zu versorgen.

Alternativen zum weiteren Aufschluss von Tagebauen sind u. a. die Ausschöpfung des immensen Potentials bei der Energieeffizienz, z. B. durch Wärmedämmung von Häusern, durch modernere Elektrogeräte und sparsamere Autos, der zunehmende Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung und der konsequente Einsatz der erneuerbaren Energien im Strom- und im Wärmesektor. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 können laut einer Studie 27 % des deutschen Strombedarfs gedeckt werden.

Die Träger des Volksbegehrens wollen auch aufgrund der Umweltfolgen des gut 80 Jahre in der Region währenden Braunkohleabbaus den mittelfristigen Ausstieg aus der Kohle.
Die Braunkohleverstromung ist die klimafeindlichste Form der Energiegewinnung überhaupt. Allein die beiden brandenburgische Braunkohlekraftwerke Jänschwalde und Schwarze Pumpe blasen jedes Jahr rund 36 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre und machen unser Bundesland zum zweitgrößten Klimaverschmutzer Deutschlands.
Das Land Brandenburg und die Region braucht jetzt alle Kraft, um langfristig neue Beschäftigungsalternativen für die Menschen der Region zu entwickeln.
80.000 Unterschriften bis Anfang Februar sind für den Erfolg des Volksbegehrens notwendig. Auch wenn es keine direkten Bezüge zu unserer Region zu geben scheint, ist es Sache auch der Belzigerinnen und Belziger. Unterzeichnet werden kann es in Belzig zu den Öffnungszeiten des Bürgerbüros, welches übrigens auch am Sonnabend von 9-12 Uhr geöffnet hat.

gez: Olaf Präger
Ortsvorsitzender


Interview mit Thomas Nord, Landesvorsitzender DIE LINKE.Brandenburg
www.keine-neuen-tagebaue.de


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Öffentlich nutzbare Bibliothek des Ortsverbandes Belzig.

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