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Kontinuität statt Experimente

Abspaltung von Betriebsteilen? Angliederung an Stadtwerke? Wie weiter mit der Steintherme?

Gerüchte über eine Abspaltung von Betriebsteilen - z.B. in gewinnträchtige und weniger profitable - braucht die Steintherme weniger als überlegtes unaufgeregtes Vorgehen.

Sind wir zu blöd
die Steintherme wirtschaftlich zu betreiben? Nein. Aber es soll der Anschein erweckt werden.
Unbestritten gibt es Optimierungspotential, aber Zuschüsse zu Thermen und Bädern sind keine Bad Belziger Besonderheit, da braucht man nur mal nach Bayern, Baden- Württemberg und Thüringen – oder einfach nach Werder/H. zu schauen.
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Der Artikel ist Bestandteil der "Offen gesagt...": Zeitung als PDF

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Diese Zuschüsse in unterschiedlichen Strukturen und Größenordnungen liegen in der Natur der Sache. Die energieintensiven Bäder werden nicht errichtet und die Kurgesellschaften nicht gegründet, um selbst damit Gewinne zu erzielen, sondern immer um einen touristischen Anziehungspunkt zu schaffen,  Tourismus zum Wirtschaftsfaktor zu entwickeln, somit Existenzgrundlagen für Hoteliers, Gastwirte, Gewerbetreibende zu entwickeln und Arbeitsplätze vor Ort zu ermöglichen.

Den richtigen Weg,

Besucher zu akquirieren und Kosten zu sparen hatte Timo Neumann für die KuF schon sehr konsequent eingeschlagen, Doch genau in der Zeit, als Erfolge seiner (nicht nur für die Stadtwerke manchmal unbequemen) Arbeit spürbar wurden, verkündete der Landrat Wolfgang Blasig (SPD) über Presse und Fernsehen, die Therme müsse gerettet werden, er könne das Trauerspiel nicht mehr mit ansehen. Sicher befand er sich ganz zufällig damit im Gleichklang mit CDU, freien Wählern und einigen SPD- Vertretern, die bereits wenige Wochen nach Dienstantritt von Herrn Neumann – so als ob es ihn gar nicht gäbe – Anträge in Richtung Zerschlagung der KuF und Übernahme der Therme durch die Stadtwerke verfassten. Dabei blieb es nicht. Wie durch Geisterhand erschienen insbesondere in der lokalen Abozeitung, wessen “Echo” sie auch immer hört und verbreitet, Horrornachrichten über unsere Stadt, Diffamierungen des Geschäftsführers, der Bürgermeisterin, des Aufsichtsrates. Doch warum gerade in dieser positiven Entwicklungsphase? Ist es da ein Wunder, dass die Gäste verunsichert sind? Wie viele Besucher durch diese von der Kreisprominenz begleiteten Attacken weg bleiben, werden wir nie erfahren.

Pseudo- Hilfe
Außerordentlich überflüssig war die  anberaumte außerplanmäßige Sitzung des Wirtschafts- und Finanzausschusses am 2. Mai 2012. CDU und freie Wähler hatten sie eingefordert, um mit großer Dringlichkeit ihre Vorschläge zum Betrieb der Steintherme zu unterbreiten, nach dem das Kind in den Brunnen gefallen „wurde.“
Es gab keine Neuigkeiten. Orientiert wurde auf die Übernahme der Betriebsführung durch die Stadtwerke sowie Ausgliederung des Marketings in die Verwaltung. Eine weitere Idee war noch, die Kreditbelastung der KuF auf breitere Schultern, an Kreis und Land zu verteilen. Leider trägt das alles nicht dazu bei, die Steintherme im regionalen Tourismus weiter zu etablieren. Durch die vorgeschlagene Ausgliederung des Stadtmarketings in die Verwaltung spart die KuF diese Kosten, die Stadt einen Zuschussanteil. Dafür hätte sie selbst die Kosten für das Stadtmarketing zu tragen. Es wäre noch nicht einmal ein Nullsummenspiel. Die Personalkosten für die Stadt-Angestellten kämen wegen ihres Tarifs höher. Die so oft angemahnte Erhöhung der Besucherzahlen wird mit Ausgliederung des Marketings in die Verwaltung sicher nicht zu erwarten sein.

Mit der vorgeschlagenen Übernahme der Betriebsführung durch die Stadtwerke ist auch keine Kostenreduzierung per se verbunden, denn für die technische Betriebsführung sind die Stadtwerke schon seit vielen Jahren verantwortlich. Wenn dort Einsparungen möglich gewesen wären, hätten sie längst umgesetzt werden können. Falls dies Investitionen vorausgesetzt hätte, wäre das auch in kompletter Verantwortung der Stadtwerke nicht ohne Geld möglich gewesen.
Die Prüfung von Alternativen ist legitim und notwendig. Doch diese ergeben alle keinen Sinn, sie bringen nicht einen Besucher mehr nach Bad Belzig und nicht einen EURO mehr in die Kasse. Das Gegenteil wurde erreicht. Deutlich wurde, dass die Steintherme als Politikum nur Mittel zum Zweck ist, um andere politische Interessen einer momentanen Minderheit durchzusetzen, welche Rolle die Bad Belziger Abozeitung mit ihrer durchweg negativen und halbwahren Berichterstattung dabei spielt, erschließt sich für uns nicht.
Wir Bürgerinnen und Bürger sollten zu unserer schönen Stadt mit der Steintherme stehen und sie öfter nutzen. Hören wir besser unseren Gästen zu, dann lernen wir viel über uns.

Text und Foto: Olaf Präger


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