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Hinter die Kulissen des gefährlichen Theaters schauen

Leserbrief zur MAZ vom 8. Mai 2015 ( S.2 „Am Tag des Sieges“… und Seite 7 „Von der Leyen unter Beschuss“)

Uta Hohlfeld / Foto: Privat

Wie ehrlich ist das Gedenken an die Millionen Opfer des Faschismus und Militarismus von deutschen Politikern zum Tag der Befreiung, wenn sie gleichzeitig bedauern, dass deutsche Waffen nicht präzise genug schießen? Die einzige Konsequenz anlässlich dieses Jahrestages müsste sein: Schluss mit der Produktion und dem Export jeglicher deutscher Waffen!

Wie scheinheilig ist die Begründung unserer Bundesregierung, wegen des Ukrainekonflikts und einer traditionellen Militärparade nicht an den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges in Moskau teilzunehmen? Die Bundesregierung unterstützt eine mit Faschisten durchsetzte ukrainische Regierung, anstatt sich davon zu distanzieren. Wer hier Großmachtpolitik demonstriert, ist wohl die NATO mit ihrer Osterweiterung und Deutschland als treibendem Keil. Es geht ihnen ganz sicher nicht um das ukrainische Volk sondern um die Ukraine als strategische Spitze gegen Russland. Das wird von US-amerikanischen Militärexperten seit Jahren offen ausgesprochen.
 
Deutschland hat mit seinem Großmachtstreben im 2. Weltkrieg 27 Millionen Menschen der Sowjetunion das Leben oft auf unvorstellbar bestialische Weise genommen, doch die Bundeskanzlerin brüskiert offen den russischen Staatschef. Quasi über Nacht wird sie scheinbar zur Pazifistin und blendet ihre eigene Politik aus. Eine Militärparade könnte sie natürlich nicht veranstalten, denn die Bundeswehr ist ja in mindestens 15 Ländern im Auslandseinsatz.

Keine Reparationszahlungen für Griechenland und die Neonazis marschieren regelmäßig auf unseren Straßen, sogar am 8. und 9. Mai. Sie werden gut von der Polizei bewacht, nur die Demokraten nicht, wie z.B. die von Nazis am 1. Mai überfallenen Gewerkschafter in Weimar. Ehrlich der Opfer gedenken heißt, aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen. Leider ist die BRD davon noch weit entfernt, siehe NSU- Prozess und verschleppte Gerichtsverfahren gegen Altnazis.

Schauen wir nicht weg sondern hinter die Kulissen des gefährlichen Theaters und handeln wir gemeinsam konsequent gegen die Kriegstreiberei, wenn die Menschlichkeit eine Zukunft haben soll.

Uta Hohlfeld
Bad Belzig, Ortsteil Lütte


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