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Geh- und Radweg ok, aber das Regenwasser...

Linksfraktion lud zu einer Informationsveranstaltung zu einem Bauprojekt in Brücker Landstraße

Zu Beginn erläuterte der Bauamtsleiter Christoph Grund, den die Linksfraktion als Referenten gewinnen konnte, das Projekt Geh- und Radweg in der Brücker Landstraße detailliert anhand von Bauzeichnungen. Der kombinierte Geh- und Radweg, im Schnitt 2,5 m breit und über die gesamte Strecke in beide Richtungen begeh- und befahrbar, beginnt auf Höhe der Treppe zur katholischen Kirche und schließt am Radweg der Umgehungsstraße an. Ein Kreisverkehr soll auf Höhe der Goethestraße entstehen, weil der Geh- und Radweg dort die Straßenseite wechseln soll. Neben der positiven Wirkung auf den fließenden Verkehr sei das ein Grund für die Baumaßnahme dort, so der Bauamtsleiter. Ein weiterer Kreisverkehr ist an der Tankstelle geplant, u.a. ebenfalls aus dem Grund, den Verkehr besser fließen zu lassen. Bedenken eines Besuchers, der Kreisverkehr sei für einige Busse der Verkehrsgesellschaft zu klein ausgefallen, seien unbegründet.

Der Bauamtsleiter war über weite Strecken der Diskussion damit beschäftigt, auf die Ursachen von Unannehmlichkeiten der Anwohner einzugehen, die mit der mangelnden Regenwasserableitung zu tun haben. Immerhin versprach er, die Planung künftig schwerpunktmäßig darauf auszurichten. An eine Regenwasserableitung, die das Wasser aus der Clara-Zetkin-Straße aufnimmt und ableitet, sei aber bereits gedacht worden.

Und was ist mit den Kosten? Der Geh- und Radweg selbst ist 290.000 EUR teuer. Die Brücker Landstraße in Belzig ist als Hauptverkehrsstraße eingestuft. Das bedeutet, so der Bauamtsleiter, 30 Prozent der Baukosten für den Geh-und Radweg und 10 Prozent der Kosten für Straßenbeleuchtung müssen die Anlieger tragen. Etwa 87.000 EUR, die auf alle Anlieger umgelegt werden müssen. Das Gesamtprojekt u.a. mit Kreisverkehre und Inseln soll 695.000 Euro kosten. Der Bauamtsleiter erwartet eine Förderung durch das Land in Höhe von bis zu 75 Prozent der förderfähigen Kosten.

Wie geht es weiter? Das Projekt lag von Mitte April bis Mitte Mai bereits zur Einsicht aus, aber kaum einer hat es bemerkt. Was nicht unbedingt für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt spricht, oder, anders herum, die Frage aufwirft, ob man mehr machen könnte, um über derartige Projekte zu informieren, als die gesetzlichen Regelungen vorsehen. Die Stadt kämpft schließlich um den Titel E-Kommune, da könnte einem ja was einfallen. Die Linksfraktion hat jedenfalls erreicht, dass man noch etwa vier Wochen Meinungen zum Projekt beim Bauamt im Rathaus einreichen kann.


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