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Fortbestand der Geburtsstation nur eine von drei Varianten

Runder Tisch am 10. Juni 2015 zur Wiedereröffnung der Bad Belziger Geburtenstation im "Ernst von Bergmann"-Krankenhaus / Landtagsabgeordnete Anita Tack unterstützt Brandenburger Konzept

Während des Zweiten Runden Tisches im Bürgersaal. / Foto: Uta Hohlfeld

Der runde Tisch war notwendig und richtig, um erneut einen Informationsaustausch herbeizuführen, insbesondere vor dem Hintergrund des Engagements des Klinikums Brandenburg in Form eines Personalkonzepts. Vielen Dank für die Initiative des Bürgerbündnisses, der Bad Belziger Ärzte und die Unterstützung durch das Brandenburger Klinikum sowie Frau Klabunde-Quast und Frau Dr. Tiemann.

Zu den Fakten:
Der Geschäftsführer des Bad Belziger Bergmann- Klinikums (EvB), Herr Grebner, war nicht anwesend. Er musste seine Interessen in der Hauptausschusssitzung der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung durchsetzen, was ihm - aus der Ferne - auch gelang. Während unseres runden Tisches wurde bekannt, dass der Hauptausschuss die Personalunterstützung durch das Brandenburger Klinikum ablehnt und somit den Beschluss der SVV zum Erhalt der Geburtenstation konterkariert. Die Kritik am Personalkonzept des Brandenburger Klinikums hatte Herr Grebner bis dato der Leiterin des Brandenburger Klinikums, Frau Wolter, nur über die Presse zukommen lassen.

Lt. Sprecher des Ministeriums gibt es am 17.Juni zur Krankenhauskonferenz drei Varianten:
Variante 1: Es ist keine Einigung der beiden Krankenhäuser in Sicht, dann bleibt die Geburtenstation zu. Die Geschäftsführung und die Gesellschafter des Bergmann-Klinikums sind für eine Lösung verantwortlich.
Variante 2: Es ist aufgrund der Fakten eine Einigung möglich. Beide Partner werden dann aufgefordert, die Verhandlungen fortzusetzen. Die Krankenhauskonferenz berät dann darüber erneut im Oktober.
Variante 3: Es gibt bis 17.6. eine Einigung zum Personalkonzept und Herr Grebner zieht seinen Antrag beim Ministerium zurück. Dann wird die Station schnellstmöglich geöffnet.

Prinzipielle Aussage der Vertreter des Ministeriums: 
Das Ministerium kann das EvB nicht zum Betrieb einer Geburtenstation zwingen. Wir fragen uns, was in unserem Land passiert, wenn alle Klinikgeschäftsführer unrentable Bereiche streichen und nicht gezwungen werden können, eine Geburtenstation oder eine Notaufnahme zu betreiben.
Vom runden Tisch ging die deutliche Aufforderung aus, die Daseinsvorsorge im Hohen Fläming zu gewährleisten.

Ex-Ministerin für Erhalt der Geburtsstation

Die Geburtsstation im Krankenhaus in Bad Belzig sollte »schnellst möglichst wieder geöffnet werden, um den Frauen für die Geburt ihrer Kinder in der Region eine wohnortnahe Versorgung zu sichern«. Diese Ansicht vertritt Ex-Gesundheitsministerin Anita Tack (LINKE) laut einem Bericht der Tageszeitung "neues deutschland" vom Dienstag. Tack halte das Konzept für gut und umsetzbar, zudem rechne sie damit, dass "Kooperation und Bündelung von Kapazitäten" kommende Formen der Zusammenarbeit im Gesundheitswesen sein werden. Zudem belege »die zahlreichen Proteste gegen die Schließung und die Initiativen für eine tragfähige Lösung für die Geburtsstation ... das große Interesse«, so die direkte Vorgängerin von Diana Golze im Gesundheitsministerium.


Uta Hohlfeld, Olaf Präger
16.06.2015


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